1. VfL Potsdam II trennt sich im Auswärts-Abstiegsduell bei der HSG Schlaubetal-Odervorland 30:30 (14:13)
Die Anfangsphase der Partie war auf Potsdamer Seite von einer Reihe technischer Fehler und unvorbereiteten Abschlüssen geprägt. Das Trainerduo Hoffmann/Kapust sah sich deshalb früh zu einer ersten Auszeit gezwungen, um die Mannschaft neu zu ordnen und die Abläufe zu schärfen. Erschwert wurde die Ausgangslage zusätzlich durch vier verletzungsbedingte Ausfälle im Potsdamer Kader, wodurch die Wechselmöglichkeiten deutlich eingeschränkt waren. Im Anschluss gelang es dem VfL dennoch, sich besser auf die körperliche Spielweise der gegnerischen Mannschaft einzustellen.
Trotz der gesteigerten Intensität fand Potsdam nie zu dem gewohnten Tempo, das in den vergangenen Spielen ein Schlüssel war, um physisch überlegene Gegner unter Druck zu setzen. Die erste Halbzeit blieb insgesamt zerfahren, immer wieder bremsten Ballverluste und zu langsame Angriffsumschaltmomente den eigenen Spielfluss. Unter den gegebenen Voraussetzungen mit vier Ausfällen und wenig Wechseloptionen waren Wille und Einsatzbereitschaft der Mannschaft dennoch positiv hervorzuheben.
Ein wichtiger Stabilitätsfaktor über die gesamte Spielzeit waren die beiden Torhüter des VfL, die sich die Einsatzzeiten erneut teilten und eine grundsolide Leistung ablieferten. Besonders in Phasen, in denen Schlaubetal-Odervorland dabei war, sich mit mehreren Toren abzusetzen, hielten die Keeper mit wichtigen Paraden ihre Mannschaft im Spiel und ermöglichten so immer wieder den Anschluss. Im Angriff ragte einmal mehr Louis Strauß heraus, der mit 11 Treffern nicht nur bester Torschütze war, sondern auch in entscheidenden Momenten Verantwortung übernahm und mit Einzelaktionen wie auch im Zusammenspiel den Unterschied im Potsdamer Angriff ausmachte. Mit diesem Auftritt festigt Strauß gleichzeitig seine Rolle als aktuell erfolgreichster Torschütze der Liga und ist auf dem besten Weg, sich am Saisonende die Torjägerkanone zu sichern.
Die zweite Halbzeit entwickelte sich zum Spiegelbild der ersten: Potsdam lief phasenweise einem Rückstand von mehreren Toren hinterher, zeigte jedoch Moral und blieb bis in die Schlussphase hinein in Schlagdistanz. Rund 50 Sekunden vor dem Ende nahm der gegnerische Trainer beim Stand von 29:29 noch einmal eine Auszeit, was dem VfL die Chance auf eine abschließende taktische Justierung eröffnete. In der Folge gelang den Gastgebern zunächst der 30:29-Führungstreffer, doch ein schneller Gegenstoß über Philipp Presz brachte mit dem 30:30-Ausgleich kurz vor der Sirene doch noch ein versöhnliches Endergebnis.
Mit dem Remis verpasst die Mannschaft zwar den erhofften Befreiungsschlag im Abstiegskampf, hält den direkten Konkurrenten aber zumindest auf Distanz. In den kommenden vier spielfreien Wochen wird das Team intensiv daran arbeiten, an der Fehlerquote, der Abstimmung im Angriff und der notwendigen Grundgeschwindigkeit zu feilen. Auch mit Blick darauf, verletzte Spieler wieder zu integrieren und die Breite des Kaders zu erhöhen. Als nächster Gegner wartet anschließend Chemie Guben, ein richtungsweisendes Duell, in dem wichtige Punkte für den Klassenerhalt und die angestrebte Etablierung im gesicherten Mittelfeld der Tabelle auf dem Spiel stehen.
Torschützen VfL Potsdam II:
Strauß (11), Presz (7), Berres (3), Schmidt (3), Kassner (2), Wieben (2), Thiebe (1), Lessig (1).[1]
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